Saarbrücker Burschenschaft Germania

Herzlich Willkommen!

Was zeichnet uns als Burschenschaft aus?

Unsere Mitglieder studierten oder studieren an den Hochschulen Saarbrückens oder der Universität des Saarlandes. Unser zentraler Anlaufpunkt ist unser Haus am Saarbrücker Staden, wo wir gemeinsame Veranstaltungen, wie Vorträge und Partys, organisieren. Einige unserer Mitglieder haben auch die Möglichkeit dort während des Studiums günstig und in komfortablem Umfeld zu wohnen. Ziel unserer Gemeinschaft ist es ein Netzwerk aus Freunden zu schaffen, die sich während der Zeit des Studiums unterstützen, auch über das Studium hinaus in Verbindung bleiben und immer einen Anlaufpunkt in ihrer alten Universitätsstadt haben. Besonders stolz sind wir auf den fruchtbaren, interdisziplinären und generationsübergreifenden Austausch in unserer Verbindung, der durch die lebenslange Mitgliedschaft und die Vielfalt der Studienfächer unserer Mitglieder ermöglicht wird. Neben dem Ziel eine Gemeinschaft aus ehemaligen und aktiven Studenten der Saarbrücker Hochschulen und der Universität des Saarlandes zu bilden, berufen wir uns auf die Tradition der deutschen Studenten, die im Jahr 1815 im Streben nach einem geeinten Vaterland und in Sehnsucht nach Freiheit die Urburschenschaft in Jena gründeten.
Als Burschenschaft möchten wir Hochschule, Staat und Gesellschaft verantwortungsbewusst mitgestalten und die christlich-abendländische Kultur, die Demokratie und die Freiheit in Deutschland und Europa schützen und verteidigen.

Akademisches Fechten

Alle Mitglieder unserer Studentenverbindung müssen zwei sogenannten Pflichtmensuren (Fechtpartien) schlagen. Schon seit der Entstehung der Universitäten in Europa ist es Brauch, dass Studenten miteinander fechten. Diesen Brauch üben wir weiterhin aus. Neben sportlicher Betätigung stellt das gemeinsame Üben für die Mensuren ein verbindendes Element unserer Gemeinschaft dar.
Bei einer Mensur treten sich zwei Verbindungsstudenten gegenüber und fechten mit scharfen Klingen. Der Ablauf einer Mensur ist streng geregelt, um das Verletzungsrisiko zu minimieren und Fairness auf beiden Seiten sicherzustellen.
Im Gegensatz zum olympischen Fechten ist die einzige Trefferfläche bei dem akademischen Fechten der Kopf. Wichtige Partien des Kopfes wie Augen, Nase und Ohren sind dabei geschützt. Um Verletzungen auszuschließen wird der restliche Körper vom Hals abwärts ebenfalls geschützt. Ein weiterer Unterschied zum olympischen Fechten besteht in darin, dass die Partie stillstehend ausgeführt wird. Die Teilnehmer bewegen sich nicht vor und zurück, sondern wahren stets den gleichen Abstand voneinander und bewegen nur ihren Schlagarm. Ebenso ist das akademische Fechten sogenanntes Hiebfechten, es wird nicht gestochen.
Das Schlagen einer Mensur mit einem anderen Verbindungsstudenten schließt die gewissenhafte Vorbereitung und die Unterstützung durch erfahrene Mitglieder unserer Verbindung mit ein. Verletzungen durch eine Pflichtmensur sind entgegen landläufiger Vorurteile unüblich und eher unwahrscheinlich.

Wahlspruch

Gott-Ehre-Freiheit-Vaterland!

Freiheit

Wir verlangen von unseren Mitgliedern eine gewissenhafte Bildung des Verstandes und des Herzens durch kritische Studien und eine Erziehung zu Verantwortungsbewusstsein und Selbständigkeit. So treten wir für die persönliche, die politische und die akademische Freiheit, sowie die Freiheit von Forschung und Lehre ein. Freiheit beinhaltet gleichermaßen Recht wie Pflichten. Sie findet ihre Grenzen gegenüber den Rechten anderer, der Gesellschaft und dem Sittengesetz. Die Freiheit des deutschen Volkes sehen wir als kostbares Gut. Für sie jederzeit einzutreten und sie zu verteidigen sehen wir als besondere Verpflichtung.

Vaterland

Wir betrachten das deutsche Volk als eine Gemeinschaft, die durch deutsche Sprache, Kultur und Wertvorstellungen verbunden ist und sich zur deutschen Geschichte und Tradition bekennt.Das verantwortungsbewusste Handeln für die Belange des deutschen Volkes verknüpft das  Bekenntnis zu rechtstaatlicher Demokratie in Deutschland mit einem Eintreten für ein einiges Europa als Gemeinschaft freier Völker unter Wahrung nationaler und regionaler Identitäten.

Unsere Wurzeln

1815 gründeten deutsche Studenten im Gasthaus zur Tanne die sogenannte Urburschenschaft. Im Geiste der Aufklärung und im Kontext der deutschen Kleinstaaterei, der Unterdrückung durch Napoleon und der sich abzeichnenden Wiedereinführung des Absolutismus durch den Wiener Kongress strebten die Urburschenschafter danach erstmal in einem freien und geeinten Deutschland zu leben. Zu ihren Farben bestimmten sie nach der Tracht des Lützow’schen Freikorps aus dem Widerstand gegen Napoleon Schwarz, Rot und Gold. Mit ihrer Bewegung legten sie das Fundament für das erste demokratisch legitimierte Parlament in der Frankfurter Paulskirche und letztendlich auch für die heutige Bundesrepublik.
Begeistert von der Erfolgsgeschichte der Urburschenschaft gründeten 1951 sieben Studenten der Université de la Saare die Saarbrücker Burschenschaft Germania. Zu dieser Zeit befand sich das Saarland nach der Niederlage des Dritten Reiches im 2. Weltkrieg unter französischem Protektorat. Die Gründungsmitglieder engagierten sich im friedlichen Widerstand gegen die Vereinnahmung durch Frankreich. Sie unterstützten maßgeblich den Wahlkampf zur Abstimmung der Saarländer über das zweite Saarstatut, das über den Verbleib des Saarlands unter de facto französischer Herrschaft entschied. Die überwältigende Mehrheit der Saarländer lehnte das Saarstatut 1955 ab und machte den Weg frei für eine Eingliederung des Saarlandes in die heutige Bundesrepublik. Im anschließenden Aufbau der demokratischen Parteien im Saarland engagierten sich unsere Gründungsmitglieder ebenfalls maßgeblich. Rückblickend auf diese relativ kurze aber stolze Geschichte engagieren wir uns auch heute nicht nur für persönliche, politische und akademische Freiheit, sondern wir haben als Burschenschaft auch eine besondere Verbindung zum Saarland.

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